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Tag 1: Baustelleneinrichtung

Das Wichtigste zuerst: Verpflegung

Damit alle gestärkt in die Bauphase starten konnten, haben die Kinder selbstgebackene Plätzchen mit Bau-Motiven verteilt. Dann ging’s auch schon los: Anliefern von Baustellenabsicherung, Betonsteinen, Maschinen und Werkzeugen. Unterstützt wurden wir von zahlreichen kleinen HelferInnen, die es kaum erwarten konnten, ihr Projekt umzusetzen.

Abstecken der Baugrube

Gemeinsam mit den Kindern legten wir den genauen Platz für das Bodentampolin fest. Mit Meterstäben ausgestattet kennzeichneten die Kinder den 2,00 Meter breiten und 3,00 Meter langen Rahmen.

Über den separaten, als „Schubkarren-Weg“ gekennzeichneten Verkehrsweg konnten die Kinder den Erdaushub wegfahren. Dieser wurde von der eingeteilten Gruppe mit Absperrband vom restlichen Baufeld abgetrennt. So wurde verhindert, dass sich Kinder und Radlader in die Quere kommen.

Tag 2: Aushub und Fundamenterstellung

Der große Tag

Der wohl interessanteste und aktionsreichste Tag startete um 07:00 Uhr. Markus und Johannes vom Team FWB begonnen mit dem Erdaushub. Kinder standen schon bereit, um die Erde mit kleinen Schaufeln aufzunehmen und mit ihren Schubkarren zum dafür vorgesehenen Lagerplatz zu bringen – hier soll später ein kleines Blumenbeet angepflanzt werden.

Nachdem die Baugrube ausgehoben ist, füllt Johannes Schotter ein, den die Kinder nun zu verteilen beginnen. Er dient als stabiler, wasserabführender Untergrund für das Fundament.

Nachdem die erste Reihe Betonsteine eingehoben wurde, brachten die Kinder den Mörtel auf. Schließlich wurden die Schalungssteine mit Beton gefüllt und verdichtet.

Jede Kindergartengruppe hat einen Stempel vorbereitet, mit dem sich die Kinder im Beton verewigen konnten.

Tag 3: Einbau Trampolin

Das Finale

Der Beton ist mittlerweile ausgehärtet und der Arbeitsraum des Fundaments kann hinterfüllt und verdichtet werden. Nun ist es an der Zeit, den Rahmen aufzusetzen. Endlich geschafft – das Netz des Bodentrampolins kann eingebaut werden!

Das Wichtigste zum Schluss: Stolz sein

Monate vorher haben die Kinder mit der Planung begonnen. Jede Phase haben sie begleitet. Zwei Tage lang haben sie mitgearbeitet – von den Kleinsten aus der Krippe bis hin zu den Vorschulkindern waren alle dabei. Alle haben Gas gegeben und sich gegenseitig unterstützt. Die Kinder haben ein Ziel verfolgt. Sie waren motiviert, selbst mit anzupacken und sie haben es geschafft!

Ein Kindergarten mit einer Mission: Kindern eine Meinung geben. Kinder mitgestalten lassen.

Schwester Christine (Gesamtleitung) und ihre KollegInnen des Gerhardinger Kindergartens haben erkannt, welches Potenzial in Kindern steckt. Das möchten sie bestmöglich fördern und weiterentwickeln. Die Kinder sollen lernen, Entscheidungen miteinander zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen.

In Kindern steckt wahnsinnig viel: sie sind kreativ, lernfähig, vielseitig interessiert und hilfsbereit. Dieses Fundament existiert bereits als Ausgangslage für eine funktionierende und erfolgreiche Gesellschaft. Es muss nicht neu gebaut, sondern richtig gefördert und entwickelt werden.